Die Akupunktur ist ein wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin und mittlerweile auch in der Schulmedizin anerkannt. In einem gesunden Organismus fließt die Lebensenergie (das Qi) durch definierte Leitbahnen, die so genannten Meridiane. Wird das Qi gebremst oder blockiert, kommt es zu Beschwerden. Es ist immer empfehlenswert bereits bei leichten Beschwerden eine Akupunkturbehandlung durchzuführen, damit es nicht erst zu chronischen Krankheiten kommt (z. B. Husten, Bewegungseinschränkungen, Kolikneigung, Durchfall, Kotwasser, Hauterkrankungen etc.).

Vor einer Akupunkturbehandlung muss zur Diagnosestellung eine sorgfältige Anamnese durchgeführt werden. Darunter versteht man die genaue Erfassung der Beschwerden einschließlich aller Besonderheiten z. B. hinsichtlich Fress- und Trinkverhalten, Emotionen etc. zusammen mit einer körperlichen Untersuchung.

Indikationsbereiche:

  • Augenerkrankungen
  • Störungen des zentralen Nervensystems: Ataxie, Epilepsie
  • Verhaltensstörungen (z. B. Angst, Aggressivität etc.)
  • Allergische Erkrankungen
  • Atemwegserkrankungen: akut, chronisch, allergisch, Dämpfigkeit, Asthma
  • sämtliche Hauterkrankungen: Wundheilungsstörungen, Ekzem, Sommerekzem, Narbenbehandlung
  • Hormonelle Störungen: Rosse- bzw. Läufigkeitsstörungen, Sterilität  /  Deckunlust u. Unfruchtbarkeit bei Hengsten, Rüden
  • Harnwegserkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen + Verdauungsstörungen: akut, chronisch, Störungen im Magen-Darm-Bereich wie Durchfall, Verstopfung, Kotwasser
  • Schmerztherapie bei degenerativen Prozessen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates: Arthritis, Arthrose, Hufrehe, Hufrollenerkrankungen, Hüftgelenksschmerzen, HD beim Hund, Sehnenerkrankungen, kurzum sämtliche Arten von Lahmheiten
  • Allgemeine Vitalitätsunterstützung bei alten Tieren
  • Leistungsschwäche bei Sportpferden

Immer mit einzubeziehen sind die Emotionen des Patienten (Trauer, Wut, Angst etc. sowie u. U. auch die Emotionen der Besitzer)

Kontraindikationen

  • Krankheiten mit chirurgischer Indikation *
  • Infektionskrankheiten mit seuchenhaftem Verlauf *
  • Erbkrankheiten
  • schwere Mangelzustände*

* zur Unterstützung der Erholung nach diesen Akutzuständen ist die Akupunktur sehr zu empfehlen

Während einer Trächtigkeit ist eine Akupunkturbehandlung nicht angezeigt, da einige Punkte Wehen auslösen.


Akupunkturnadeln

Bei einer Akupunkturbehandlung werden feinste sterile Nadeln in bestimmte Akupunkturpunkte gesetzt. Diese Akupunkturpunkte liegen auf den 12 Meridianen, die symmetrisch auf beiden Körperhälften verlaufen sowie auf dem Lenkergefäß (auf dem Rücken entlang der Wirbelsäule) und dem Konzeptionsgefäß (auf der Bauchseite entlang, gegenüber dem Lenkergefäß).

Jeder Akupunkturpunkt ist in seiner Lage und Wirkung genau beschrieben.

Während der Behandlung werden bis zu maximal 10 Nadeln gesetzt – immer so viele wie nötig, aber so wenige wie möglich. Die Nadelverweildauer beträgt in der Regel ca. 20 Minuten, es kann jedoch auch sein, dass der Körper die Nadeln bereits nach sehr kurzer Zeit „herausdrückt“. Dann ist schon eine Stimulation des entsprechenden Punktes gewährleistet.

Laserakupunktur

Mit der Akupunkturbehandlung mittels eines leistungsstarken niederenergetischen Lasers (Low-Level-Laser) erzielt man den gleichen Effekt. Die Laserakupunktur ist völlig schmerzfrei. Sie ist angezeigt um auch schwierige oder ängstliche Patienten effizient behandeln zu können.